107 Jahre SC Jülich 1910/97

 

SC Jülich 1910/97 wird 107 und macht (in) seinem Namen 10 + 97 alle Ehre!
Der Jülicher Fußballclub SC Jülich 1910/97, unser Verein mit großartiger Vergangenheit und ermutigender aktueller Entwicklung feiert am heutigen 12. Januar 2017 einen symbolträchtigen Geburtstag!
Der heutige Präsident des Jülicher Fußballclubs Michael Lingnau und seine engste Vorstandsmannschaft mit Claus Nürnberg, Robert Musiol und Peter Kosprd sind durchaus feierlich gestimmt.
„Wir haben unser großes 100-jähriges Jubiläum noch in sehr lebendiger Erinnerung, sind uns aber angesichts des 107-jährigen Wiegenfestes unseres Vereins und mit Blick auf das dazu korrespondierende Zahlenspiel in unserem Vereinsamen 10/97 der besonderen Wechselfälle unseres Vereins, ursprünglich 1910 gegründet und 1997 neu formiert, mehr denn je bewusst!“

Am 12. Januar 1910 wurde der allseits bekannte Traditions- und Meisterverein als F.C. Jülich gegründet.

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges pendelte der Jülicher Verein zwischen Zweit- und Drittklassigkeit.

Nach Kriegsende gelang dem SCJ der Aufstieg in die Rheinbezirksklasse, in der er einige Jahre zu den Spitzenmannschaften zählte.

Anfang der 1960er Jahre wurde die bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte eingeläut.

Die Zehner stiegen in die Landesliga und wenig später in die Mittelrheinliga auf, wo sie gleich in der ersten Saison hinter dem Bonner SC und dem 1. FC Köln Dritter wurden.

1969 wurde der SC Jülich 1910 erstmals Mittelrheinmeister.

Angeführt vom damaligen Vereinspräsident und Jülicher Bürgermeister Karl Knipprath verzichtete der Verein aus wirtschaftlichen Gründen auf die Teilnahme der Aufstiegsrunde zur Regionalliga West und beteiligte sich stattdessen an der deutschen Amateurmeisterschaft, die er im Endspiel vor 12.000 Zuschauern im Krefelder Grotenburg-Stadion mit 2 : 1 gegen die Spielvereinigung Erkenschwick erstmals gewann.

Gleich zweimal hintereinander holten die Jülicher Zehner sodann erneut den Meisterpokal der deutschen Amateurfußballer, einmal 1970 im Finale gegen Eintracht Braunschweig mit 3 : 0 und 1971 gegen den VFB Stuttgart mit 1 : 0!

Diese glorreichen Zeiten krönte der Jülicher Fußballclub 1972 mit der Vizemeisterschaft der deutschen Amateure, wobei er nur knapp im finalen Elfmeterschießen mit 3 : 5 gegen den TSV Marl-Hüls das Nachsehen hatte.

Daraufhin verließ der Meistertrainer der Jülicher Martin Luppen den Verein.
Gleichwohl mischten die Zehner weiter oben in der Mittelrheinliga mit.

In der Folgezeit machten es die Zehner immer wieder spannend und pendelten im Meisterschaftsaufzug zwischen Ober- und Verbandliga.

Bundesweite fußballerische Duftmarken setzte der Jülicher Meisterverein dann noch einmal in der Saison 1991/92 im DFB-Pokal mit einem 2 : 1-Sieg über Hertha BSC Berlin in der ersten Runde.
Der SCJ besiegte Arminia Hannover in der 2. Runde und verlor erst in der 3. Runde des deutschen Pokalwettbewerbs nur knapp gegen Borussia Mönchengladbach 0 : 1.

In der Folgezeit spielte der Jülicher Club durchgehend in der Oberliga als damaliger 4. deutscher Fußballklasse, bevor er 1997 Konkurs anmelden und sich auflösen musste.

Gemäß der Weisheit Hermann Hesses, dass jedem Ende der Zauber des Neubeginns inne wohnt, gründete sich noch im selben Jahr der heutige SC Jülich 1910/97 als Nachfolgeverein.

Und wieder gelang es den Zehnern unter der langjährigen Trainerägide ihres Meisterspielers Peter Kosprd, fußballerische Höhenluft in den Amateurliegen Bezirksliga und Landesliga zu schnuppern, bevor nach Ablösung des Altvorstandes der Neuvorstand angeführt durch seinen Präsidenten Michael Lingnau und seinem Vize Claus Nürnberg den Verein ab 2008 grundlegend wirtschaftlich sanieren konnte.

Im Sommer 2012 konnten die Zehner bekanntlich das den Verein rettende Insolvenzverfahren erfolgreich beenden und steigen, wie ihr Präsident es stetig ausdrückt, wieder langsam und sicher aus wirtschaftlichen und vor allem auch sportlichen Ruinen empor.

Noch sehr aktuell im Bewusstsein der Jülicher Fußballfans in jüngerer Zeit ist Durchmarsch der Zehner von der Kreisklasse C in die Kreisliga A, wobei die Zehner 2 Jahre kein Pflichtspiel verloren hatten.

Die Verantwortlichen des SCJ um seinen Präsidenten Michael Lingnau blicken mit ungebrochener Zuversicht in die Zukunft des Jülicher Traditionsvereins, betonen sie doch, dass sich neben den sportlichen Erfolgen und der wirtschaftlichen Konsolidierung mittlerweile wieder eine stattliche Zahl von Sponsoren und Unterstützern um den Verein geschart haben und das Zuschauerinteresse merklich anwächst.

„Besonders wollen wir unsere Hauptsponsoren ETC Jülich und die Stadtwerke Jülich hervorheben!
Überdies hat die Partnerschaft mit der Stadt Jülich als Eigentümerin unseres sportlichen Wohnzimmers, dem Karl-Knipprath-Stadions , an der Spitze mit ihrem 1. Bürger Axel Fuchs, der sich selbst seit Kindesbeinen Zehner nennt, für unseren Verein einen hohen Stellenwert. Denn unsere Stadt ist nicht nur in Fußballkreisen durchaus bis heute durch seinen Traditions- und Meisterverein Jülich 10 bundesweit bekannt!“ konstatiert nicht ohne einen gewissen Stolz Michael Lingnau.

Die gleichermaßen optimistisch und feierlich gestimmten Verantwortlichen der Zehner um Lingnau kündigen bereits heute einen besonderen Leckerbissen, nämlich die ausgiebigen Feierlichkeiten anlässlich des typisch rheinischen Vereinsjubiläums für das Jahr 2021 an.

„Denn nach dem Geburtstag ist vor dem Geburtstag“, meint Lingnau amüsiert.
„Die Schnapszahl 111 werden wir, ob 1910 und 1997 hin und her, in 2021 zum Anlass nehmen, unseren Verein gebührend zu befeiern und zu befeuern sowie die Jülicher Fußballjecken dabei mit zu begeistern!“